„Rosa Luxemburg, die unbekannteste Bekannte in Deutschland“, schreibt Jörn Schütrumpf zu ihrem 90. Todestag. Am 15 Januar 2019 waren es genau 100 Jahre, dass Rosa Luxemburg in chaotischen politischen Zuständen ermordet und in den Landwehrkanal geworfen wurde.

Die Schriften von Rosa Luxemburg haben in den 100 Jahren, die seit ihrer Ermordung vergangen sind, in vieler Hinsicht nichts von ihrer Brillianz und Aktualität eingebüßt. Die radikale Politikerin, Denkerin und Lehrerin Rosa Luxemburg könnte eine weibliche Identifikationsfigur für solidarische und demokratische Bewegungen jenseits von Grenzverteidigung und Nationalstaatslogik sein.

Club Real arbeitet an der Entwicklung und Realisierung diverser Projekte unter dem Motto "LEST Luxemburg" und "Agitpop Luxemburg".

Link zum Film über die Rollende Rosa Luxemburg Bibliothek

„5. Der Weltkrieg dient weder der nationalen Verteidigung noch den wirtschaftlichen oder politischen Interessen irgendwelcher Volksmassen, er ist lediglich eine Ausgeburt imperialistischer Rivalitäten zwischen den kapitalistischen Klassen verschiedener Länder um die Weltherrschaft und um das Monopol in der Aussaugung und Unterdrückung der noch nicht vom Kapital beherrschten Gebiete. In der Ära dieses entfesselten Imperialismus kann es keine nationalen Kriege mehr geben. Die nationalen Interessen dienen nur als Täuschungsmittel, um die arbeitenden Volksmassen ihrem Todfeind, dem Imperialismus, dienstbar zu machen.“ Rosa Luxemburg, Leitsätze über die Aufgaben der internationalen Sozialdemokratie (GW Band 4 p44)

"LEST Luxemburg" im Kulturzug/Pociąg do Kultury: Berlin/Wrocław

Die rollende Rosa Luxemburg Bibliothek ging auf die Schiene. Ausgestattet mit Rosa Luxemburgs Gesamtwerk (vom Karl Dietz Verlag zur Verfügung gestellt) waren diese Veranstaltungen der Versuch, spontan mit den Mitreisenden einen Zugang zu Rosa Luxemburgs vielseitigen brillanten Werk zu finden und mittels live Radiosendung mit Funkkopfhörern im Zug den anderen Reisenden zugänglich zu machen. Auch Dr. Klaus Lederer las mit: Rosa Luxemburgs Kritik an den bolschewistischen Diktaturbestrebungen.

Hintergrund: Am 10. November 1918 führt Rosa Luxemburgs letzte Reise nach ihrer Entlassung aus jahrelanger Haft von Wrocław nach Berlin, wo sie im Januar 1919 ermordet wird.

12. April, 5. Mai und 25. Mai 2019 auf der Fahrt zwischen Wrocław und Berlin
Informationen zum Kulturzug: Kulturzug bei facebook


Samstag, 16. März 2019 "LEST Luxemburg" Recherchereise mit dem Kulturzug Berlin - Wrocław

Ausgestattet mit der rollenden Rosa Luxemburg Bibliothek begeben wir uns auf die Spuren Rosa Luxemburgs letzter Reise in umgekehrter Richtung. Wir fahren nach Wrocław (damals Breslau) und besuchen das Gefängnis, in dem sie zuletzt inhaftiert war. Kontakte zu Agnieszka Bresler werden geknüpft, die mit den Insassinnen von heute mit Rosa Luxemburgs Briefen, die sie damals in ebendiesem Gefängnis geschrieben hat, arbeiten will.

Luxemburg lesen! Umzug und Totenwache zum 100sten Todestag von Rosa Luxemburg

Dienstag, 15.1.2019, 17.00 - 20.00
In Kooperation mit Gesine Danckwart, 100 Jahre Revolution Berlin 1918/19 und Tools for Action
Start: Wittenbergplatz - Zug zum Rosa Luxemburg Denkmal am Rosa Luxemburg Steg - Ausklang im Cafe am See. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes Mitte, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Karl Dietz Verlages Berlin

Am 15.1.2019 jährt sich Rosa Luxemburgs brutale Ermordung zum 100sten Mal. Aus diesem Anlass laden Club Real und Gesine Danckwart ein, Rosa Luxemburg zu gedenken, indem man sich mit ihrem Werk beschäftigt - ihren Gedanken, Thesen und Forderungen. An einem rollenden Tisch, der als rollende Rosa Luxemburg Bibliothek mit Rosa Luxemburgs Gesamtwerk ausgestattet ist, findet erst am Wittenbergplatz und dann im Fahren eine Leseperformance statt. Während der Tisch durch die Straßen rollt, wird ohne Unterbrechung das Werk Rosa Luxemburgs gelesen - je nach Situation laut vorgetragen oder in einer kleinen Gruppe gegenseitig vorgelesen oder einfach still rezipiert. Auch Expert*innen zu verschiedenen Aspekten von Rosa Luxemburgs Leben und Wirken stehen am rollenden Tisch zu Gesprächen im Fahren zur Verfügung. Diese Performance startet zusammen mit einem Zug von „Tools for Action“ am Wittenbergplatz und führt über den Breitscheidplatz, wo Gregor Gysi im Revolutionswagen der Kulturprojekte - organisiert von der Rosa Luxemburg Stiftung ebenfalls einen Brief von Rosa Luxemburg liest, über den Olof Palme Platz zu dem Ort am Landwehrkanal, wo Rosa Luxemburgs politische Gegner versuchten, sie durch politischen Mord zu Schweigen zu bringen und wo sich heute das Rosa Luxemburg Denkmal befindet. Die Performance erzählt auch den letzten Weg Rosa Luxemburgs, aber vor allem soll sie eine Beschäftigung mit Rosa Luxemburgs Werk sein. Am Landwehrkanal gibt es eine kurze Kundgebung in deutscher und polnischer Sprache begleitet vom Ensemble für Neue Musik LUX:NM.
Im Anschluß trifft man sich im Cafe am See und bei Rotwein und Suppe lernt man Rosa Luxemburg näher kennen und nimmt gleichzeitig von ihr Abschied.

Kontext: Aus Anlass des 100sten Todestages stellt die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit 100 Jahre Revolution der Kulturprojekte Berlin den Revolutionswagen am Breitscheidplatz auf und am 15.1.2019 wird Gregor Gysi um 17.30 aus Briefen von Rosa Luxemburg lesen. Im Anschluß an die Lesung wird der Zug der rollenden Rosa Luxemburg Bibliothek zusammen mit tools for action weiter rollen.

Link zum Film über das Projekt (leider noch unfertig - mit der nächsten Förderung stellen wir ihn fertig...)

Samstag, 12.1.2019, 17.45 - 18.10 Luxemburg lesen - Immersive Performance
In Kooperation mit LUX:NM und mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes Mitte
Im Rahmen von "Ich lebe am fröhlichsten im Sturm" veranstaltet von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

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